Freitag, 30. März 2018

Viertel der Miete

Ich bin immer noch nicht richtig wieder fit. Sowohl die Bronchitis als auch die Grippe sind schon seit Wochen nicht mehr akut, aber ich habe noch immer hin und wieder Reizhusten und ich fühle mich noch immer schnell außer Atem. Es fehlen noch die letzten fünf bis zehn Prozent, bis ich mich wieder richtig gut fühle. Und die lassen dieses Mal besonders lange auf sich warten.

Normalerweise wäre ich jetzt fertig mit meinem Praktischen Jahr. Würde noch vier bis sechs Wochen lernen und hätte dann meine letzte (praktische) Prüfung. Aber da ich ja zwei Wochen mit Grippe flach lag, muss ich nun diese zwei Wochen noch dranhängen. Aber man ist sehr gnädig mit mir und lässt mich ungewöhnlich pünktlich nach Hause.

Mein kuscheliger Chef ist zwar nach wie vor kuschelig, scheint aber einen Rahmen gefunden zu haben. Also er wird nicht noch aufdringlicher. Und er hat mich gegen eine kleine, giftige Pflegehilfe verteidigt. Was ich aber nur durch Zufall mitbekommen habe: Ich bin ja nach wie vor und auch noch die nächsten zwei Wochen auf einer Tagesstation, die Menschen mit entzündlichen Erkrankungen (hauptsächlich Darmkrankheiten) mit einem hochwirksamen aber auch sehr gefährlichen Medikament versorgt werden, das nur in dieser Umgebung verabreicht werden darf. Die Patienten bekommen das über einen Tropf und müssen eine bestimmte Zeit vor Ort bleiben, damit man sicher ist, dass alles gut vertragen wurde.

Nun gibt es eine Patientin, Ende 40, die zu ihrer chronischen entzündlichen Darmerkrankung mit ständigem Durchfall auch noch eine Zuckerkrankheit hat. Oder umgekehrt: Die Zuckerkrankheit ist bereits aufgetreten, als sie noch Kind war. Zudem fehlt der Dame ein Bein. Ob durch schlechte medikamentöse Behandlung der Zuckerkrankheit oder aus anderen Gründen, ist mir nicht bekannt, jedenfalls rennt sie mit einer Oberschenkelprothese durch die Gegend und kann schlecht auf einer Stelle stehen. Somit hat sie sich wohl, anstatt sich am Empfang in die Schlange zu stellen, einfach auf den ersten nicht belegten (und auch noch nicht sauber gemachten) Behandlungsstuhl gesetzt.

Plötzlich kommt Hektik auf, weil diese Dame ohnmächtig vom Behandlungsstuhl gekippt ist und mit blutender Kopfwunde auf dem Fußboden liegt. Ein anderer Patient sieht das im Vorbeigehen und spricht mich, vier Räume weiter, an, ob ich mir das mal ansehen möchte. Eine Mitarbeiterin, eben diese kleine giftige, hat das auch bereits mitbekommen und empfängt mich mit: "Holen Sie den Notfallwagen. Ach nee, das können Sie ja nicht. Bleiben Sie bei der Patientin, ich hole den Notfallwagen. Verdacht auf Allergieschock!" - "Was denn für eine Allergie?" - "Bestimmt nicht gegen Katzen, oder sehen Sie hier eine?" - "Bleiben Sie mal sachlich! Machen Sie bitte mal einen Glukose-Test."

Atmung, Puls, Gesichtsfarbe, Hautbeschaffenheit - das sah alles nicht nach einem allergischen Schock aus. Und noch bevor das EKG dran war, wussten wir, dass sie einen Zuckergehalt von 1,3 mmol/l, entsprechend 23 mg/dl im Blut hatte. Normal wären so 5-6 mmol/l oder 90-110 mg/dl. Bei einer Diabetikerin kann das auch in etwas größerem Rahmen schwanken, ohne dass es gleich gefährlich ist, aber dieser gemessene Wert traf nicht nur eine klare Aussage über die Ursache ihrer Bewusstlosigkeit, sondern auch darüber, dass die Behandlung insgesamt nicht gut eingestellt ist. Normalerweise würde man schon unter 3 (50) so zittrig (und meistens leicht reizbar) werden, dass die Patientin selbst gegensteuern würde. Mit jedem Unterzucker gewöhnt sich der Stoffwechsel aber an neue Untergrenzen und die typischen warnenden Symptome treten erst verspätet oder gar nicht mehr auf.

Traubenzucker über die Vene wäre jetzt dringend angezeigt. Zwei Pflegekräfte hoben sie auf die Liege, nun kam endlich mein Chef um die Ecke. Mit Traubenzucker war sie innerhalb von zwei Minuten wieder wach. Ich rollte in den Nebenraum, da hörte ich doch, dass die kleine giftige Pflegehilfe mich beim Chef anschwärzte: "Die hat sich über die Richtlinien hinweg gesetzt. Zuckercheck wäre viel später dran gewesen. Und sie ist keine Ärztin!" - "Das ist ein standardisiertes Diagnose-Schema, auf das Sie sich berufen. Keine Richtlinie. Die Kollegin war sich offenbar sicher und hat direkt ins Schwarze getroffen." - "Sie hat völlig außer Acht gelassen, dass es auch eine allergische Reaktion auf ihr Medikament sein könnte. Nur aus diesem Grund lag sie hier überhaupt. Ich bin zwar keine Ärztin, wie sie auch nicht [ja, betone es ruhig noch ein paar Mal], aber dass man das nicht aus dem Blick lassen darf, muss auch ihr klar sein. Und ich habe sie darauf hingewiesen." - "Ich werde das mit ihr aufarbeiten." - "Na hoffentlich." - "Vermutlich hat sie aber innerhalb der Spielräume, die durchaus vorhanden sind, alles richtig gemacht. Das ist nämlich zufällig eine sehr gute künftige Kollegin." - "Die ist ehrgeizig, mehr nicht. Ich frage mich, warum jemand mit so einer schweren Behinderung ausgerechnet so einen Job machen will." - "Weil sie es kann."

Danke. Ich seufzte tief und arbeitete weiter. Zwanzig Minuten später fragte mich der Chef: "Woher wussten Sie, dass das keine Anaphylaxie [allergischer Schock] war? [Giftnudel] vermutete das und ihre jahrelange Erfahrung können und sollten Sie Ihr nicht absprechen." - "Das habe ich auch nicht getan. Aber die Patientin hatte keinen venösen Zugang und auch keine frisch punktierte Armvene. Es war unwahrscheinlich, dass sie heute schon von uns behandelt worden war. Klar, sie hätte auch draußen ungewollt Nüsse geknabbert haben können, aber sie hatte rosige bis blasse Hautfarbe und war locker vom Hocker gefallen. Bis auf den schnellen Puls passte gar nichts zur Anaphylaxie, und nach der Vorgeschichte lag eine Hypoglykämie [Unterzuckerung] so nahe, dass ich darum gebeten hatte, parallel einmal einen Schnelltest zu machen." - "Wann haben Sie Prüfung?" - "Im Mai." - "Haben Sie Schiss?" - "Ja." - "Das packen Sie mit links. Im Schlaf." - "Weil ich auf den venösen Zugang geachtet habe?" - "Weil Sie sich eine so vielfältige Routine angeeignet haben, dass Sie auf Anhieb die Dinge sehen, die Sie sehen müssen."

Na dann ... er glaubt an mich. Das ist wohl schonmal ein Viertel der Miete. Wenn ich jetzt noch meine Kärtchen schaffe und mich nicht ganz dumm anstelle, dürfte es eigentlich irgendwie glatt gehen. Wenn das bloß erst vorbei ist! Ich war bei keinem der bisherigen Examensprüfungen so aufgeregt wie vor dieser hier. Ät-zend!

Donnerstag, 22. März 2018

100 mal gesucht

Ich brauchte Ablenkung und habe mal wieder meine Statistiken angeschaut. Und bin dabei über 100 Dinge gestolpert, die Menschen auf meine Seite gespült haben. Nämlich:

1. behinderte begaffen hobby
Aber kein schönes Hobby, oder?
2. behindertenwitze
Ja! Bitte alle zu mir!
3. bezahlte dissertation
Keine gute Idee, Karl-Theodor! Früher oder später fällt das auf.
4. bist du nackt
Gerade nicht. Aber wenn ich keine Klamotten trage, dann ja.
5. bist du untervögelt
Aktuell ja.
6. bußgeldstelle bochum
Mit der hatte ich noch nichts zu tun.
7. darf ich mit 14 masturbieren
Ja.
8. darf man heimlich in die windel machen
Wer sollte was dagegen sagen?
9. delfin dildo
Gefällt mir.
10. der bus fährt plötzlich rückwärts
Falschen Knopf gedrückt?
11. doppelt oberschenkelamputiert
Soll vorkommen. Bist du betroffen oder interessiert?
12. dreier mit 16 jahren
Hm. Langsam anfangen?
13. drogen blog
Da bist du hier falsch.
14. durchfall im aufzug
Legger!
15. dürfen behinderte frauen ficken
Ja.
16. einbeinige frauen haben ein herz aus gold
Du scheinst gute Erfahrungen mit ihnen gemacht zu haben.
17. erdbaumaschinenführerschein
Das Wort steht da wirklich so drauf?
18. euphyllin ampullen kaufen
Nur auf dem Schwarzmarkt. Oder mit Privatrezept in der Apotheke.
19. ficken im rollstuhl
Ist ein kippelige Angelegenheit. Ich empfehle ein Bett oder ein Sofa.
20. fiese witze über behinderte
Immer her damit!
21. flotter dreier vater mutter kind
Nö. Echt nicht.
22. frau nackt im garten
Wenn die Sonne scheint und es ihr Garten ist, kommt sowas vor.
23. freunde aussortieren
Das macht tatsächlich und unter Umständen Sinn. Wobei dann die Frage ist, ob das wirklich (noch) Freunde sind.
24. freundin im rollstuhl abschießen
Schluss machen? Oder töten? Ich bekomme Angst.
25. freundin kaputt gemacht
Kaputt gespielt?
26. geld verleihen schriftlich festhalten
Besser is das.
27. geliehener bikini waschen pipi
Mit Pipi waschen?!
28. hammerexamen was ankreuzen
Am besten die richtigen Antworten, oder?
29. harnleiterschiene wie lange bleibt sie drin
Nicht zu lange. Wenige Wochen.
30. hast du eine zahnspange
Nein.
31. hat man mit spina bifida sexualleben
Kann man, wenn man möchte.
32. ich bin schwarzgefahren gibt es ärger
Die Chancen steigen, wenn du erwischt wurdest.
33. ich fühl mich wohl im badeanzug
Fein. Mir ist es dazu noch zu kalt draußen.
34. ich hasse meine nachbarin
Umzug?
35. ich hasse meinen freund
Schluss machen?
36. ich muss nachts immer niesen
Staub saugen?
37. ich pipi gerne im gartenpool
Ferkel
38. ich pupse gerne alleine im bett
Solange du in deinem Bett bleibst, ist alles fein.
39. ich weine jeden abend im bett
Ohje, warum das denn? Brauchst du Hilfe?
40. ich will dich aufblasen
Und dann steigen oder platzen lassen?
41. ich will um mitternacht einen kuss von dir
Komm her! Aber nur auf die Wange.
42. ich wünsche mir tapetenkleister
Okay.
43. intimbereich waschen stinkt
Dann wird es höchste Zeit.
44. jule auf den po kommen freund
Wenn es hilft.
45. jule badet in pipi
Man kann ja nicht jeden Tag in Champagner baden.
46. jule furzen beim orgasmus
Nee. So schlimm ist es nun noch nicht.
47. jule in latexschürze
Ich bin eine Domina!
48. jule meckerdrache
Nein. Ich bin lieb.
49. jule naturbrüste
Ja. Nichts aufgespritzt. Nichts tätowiert oder gepierct. Und sie gefallen mir. Beide.
50. jule oberschenkel zuckt
Normalerweise zuckt da nix.
51. jule ohne unterwäsche im pool
Meistens. Entweder nackt oder in Badesachen.
52. jule schuldet mir geld
Das wüsste ich!
53. jule schwanger
Das wüsste ich auch!
54. jule sexy in leggings
Danke.
55. jule stinkesocke
Hier!
56. jule stinkesocke tot
Mach keinen Scheiß.
57. jule versendet ihre schlüpfer
Nee. Das nun wirklich nicht.
58. jules blog
Was ist mit dem?
59. kann man auf duschkissen pinkeln
Kann man machen.
60. kann man im notfall auf eine unterlage machen
Probier es aus, dann weißt du es.
61. kann man mit jeans schwimmen
Ja.
62. kann man mit leggings schwimmen
Auch.
63. kann mein freund nutella kaufen
Wenn er genug Geld mitnimmt, sollte das klappen.
64. kinderarzt wirft mit spritzen
Oha. Alle Mann in Deckung!
65. kleine menschen wachsen noch
Meistens ist das so.
66. können querschnittsgelähmte auf klo gehen
Nein, meistens nur sitzen.
67. lustige toilettenschilder zum ausdrucken
Wenn man sonst keine Hobbys hat...
68. mädchen wird in der sauna geil
Soll vorkommen.
69. marie masturbiert im bett
Das stimmt! Oder, Marie?!
70. mit absicht groß in die leggings machen
Igitt. Das ist ja mal eine ziemliche Sauerei.
71. mondsüchtig bei nacht oder tag
Ich würde denken: Nachts, wenn der Mond scheint.
72. nachbarin pflückt nackt obst
Ist das dieselbe, die oben schon nackt durch den Garten lief?
73. neoprenanzug pinkeln warm oder kalt
Warm! Zentralheizung!
74. notdienstapotheke flunetrazepam
Vergiss es.
75. ohne unterwäsche leben
Klingt nach einer spannenden Vision.
76. owie lacht
Gottes Sohn "Owi" lacht?
77. passt die katze drunter muss die karre runter
Gilt das auch für Rollstühle?
78. perso durchgebrochen
Wie hast du das denn angestellt?
79. physikum note 4
Oh oh! Anstrengen!
80. physikum was ist das
Das ist das 1. Staatsexamen nach vier Semestern Medizinstudium.
81. raclette durchfall
Da war wohl was nicht richtig heiß, oder?
82. rollstuhlfahrerin schwanger
Soll vorkommen.
83. ruinierter orgasmus geschichte
Also, pass auf: Ich wollte gerade kommen, da sah ich eine Spinne an der Decke und kreischte laut. Fertig.
84. sauerstoffgerät gebraucht
Lass mal lieber.
85. sauna einschlafen wann gar
Dafür sind doch diese Eieruhren an der Wand, oder?
86. selbstbefriedigung bei erkältung
Ich nicht, aber wer es mag, bitte!
87. sex trotz inkontinenz eklig
Man kann vorher auf Klo gehen, dann passiert da auch nichts. Und das ist auch nicht eklig.
88. sie haben gesagt ich stinke
Und? Stinkst du wirklich?
89. spritze in den po im krankenhaus
Täter Nuss?
90. stromverbrauch ententeich
Ist der nachts beleuchtet oder was verbraucht da Strom?
91. theophyllin droge
Es gibt nichts, was es nicht gibt.
92. toner durchs büro pusten
Sehr schlechte Idee.
93. tragen alle rollstuhlfahrer windeln
Nein.
94. unterhose oben offen
Irgendwie muss man ja reinsteigen, oder?
95. vati hat zwillinge entbunden
Ein Wunder ist geschehen!
96. was ist ein schallschatten
Bei der Sonografie kommt es vor, dass der Ultraschall vollständig aufgenommen oder vollständig zurückgeworfen wird. Dann kann man alles, was dahinter liegt, nicht darstellen. Auf dem Bild zeigt sich das als Schatten. Die Kunst ist es, zu erkennen, wie und wo Schallschatten entstehen, um diese von Gewebeveränderungen abgrenzen zu können.
97. was kann ich tun wenn ich jemand geld schulde
Zurückzahlen oder um Stundung bitten!
98. wie ist das wetter draußen
Ähm warte ... es regnet mal wieder.
99. wieviel bier verträgst du
Das möchte ich nicht ausprobieren.
100. wo gibt es acetabuluplastik
Das Acetabulum ist die Hüftgelenkspfanne, eine Acetabulo-Plastik ist im Prinzip ein korrigiertes Hüftpfannendach. Das macht man bei Kindern mit Hüftdysplasie, also einer nicht korrekt entwickelten Hüfte.

Mittwoch, 21. März 2018

Puff und Meise

Das Gute daran, wenn man weiß, wie sich eine Bronchitis anhört, ist, dass man weiß, wann man eine Bronchitis hat. Um das grobe Rasseln beim tiefen Ausatmen zu hören, brauchte ich nicht mal ein Stethoskop. Ich bin bis heute noch nicht wieder völlig gesund. Allerdings schon lange nicht mehr ansteckend, seit zehn Tagen schon wieder auf der Arbeit - ich darf nicht lange fehlen im Praktischen Jahr. Wenn ich sehr laut sprechen muss, habe ich noch immer den typischen Reizhusten. Aber kein Rasseln mehr, kein grobes und auch kein feines. Also auch keine Lungenentzündung. Und der ganze Mist ist auch ohne Sekundärinfektion und damit ohne Antibiotikum (und vor allem ohne Neuraminidase-Hemmer, zu denen ich ohnehin ein sehr kritisches Verhältnis habe) wieder weg gegangen. So heftig hat es mich allerdings lange nicht erwischt.

Kleine Anekdote, die die zart besaiteten Leserinnen und Leser lieber überspringen und zum nächsten Absatz vorscrollen: Irgendwann haben natürlich auch meine neuen Nachbarn mitgekriegt, dass ihre neue Nachbarin nicht mehr jeden Morgen früh los fährt. Ob sie mir was vom Einkaufen mitbringen sollen, wollten sie wissen, und klingelten dafür bei mir an der Tür. Ist ja nett. Kräuterbonbons gegen den Reizhusten wären gut. Sie schleppen tütenweise an, allerdings alle mit Süßstoff. Bei einigen hatte ich das gesehen und die gleich weggepackt, bei einer von den Schweizern erfundenen Sorte dachte ich erst, die gibt es nicht mit Süßstoff. Drei Stück habe ich gelutscht und habe so derbe Blähungen davon bekommen, dass ich mir nachts eine Windel angezogen habe, weil ich nicht abschätzen konnte, was da noch so alles passiert. Es ist nichts passiert, außer dass ich irgendwann durch Blick auf die Uhr festgestellt habe, dass ich durchschnittlich alle zwei Minuten gepupst habe. Mehrere Stunden lang von drei Bonbons. Nie wieder.

Man kann, für alle die, die den letzten Absatz übersprungen haben, auch zusammenfassen, dass ich keinen künstlichen Süßstoff vertrage. Und kaum war ich wieder unter Menschen (also seit dieser Woche, in der letzten Woche durfte ich aus Sicherheitsgründen noch keinen Patientenkontakt haben, sondern nur Papierkram erledigen), hatte mich der Alltag wieder. Ich rolle mit einer Rolle (tolles Wortspiel) Krepppapier (mit vier "p", drei vor dem "a", eins hinterm "a") zu einem Patienten, da spricht mich lachend ein Mann an: "Willst du damit nen Puff aufmachen oder wofür brauchst du das alles?" - Seh ich aus wie ne Puffmutti? Oder eher wie eine Prostituierte?

Hinter dem Vorhang kam mein Chef heraus, guckte den lachenden Mann an und sagte: "Nehmen Sie sich mal ein bißchen zusammen. Wir sind hier nicht in Ihrer Eckkneipe." - Wobei er eher noch der harmlosere Patient war. Eine andere Patientin sollte zum ersten Mal ein bestimmtes Medikament intravenös, also über einen Tropf, bekommen, und noch bevor überhaupt irgendwas in ihrem Kreislauf angekommen sein konnte, fing sie an zu zittern, die Augen zu verdrehen und zu atmen, als hätte sie gerade einen Sprint hinter sich gebracht. Ich fragte sie, ob alles in Ordnung ist, sie ignorierte mich und zitterte weiter. Ich fragte nochmal: "Hallo? Ist alles in Ordnung mit Ihnen?" - "Ich glaube *schnauf* *schnauf*, ich vertrage das Medikament nicht." - "Die Infusion läuft noch gar nicht", antwortete ich. Sie guckte mich an, hörte schlagartig auf zu tief und schnell zu atmen und sagte dann: "Dann hab ich eine Allergie gegen den Schlauch." - Na sicher. Ne Meise hast du. Aber ne große.

Meine Karteikarten sind schon weniger geworden. Aber leider gibt es noch immer einen großen Stapel von Dingen, die ich noch nicht drauf habe. Und neulich habe ich den Fehler gemacht, in den bereits aussortierten Karten noch einmal zu stöbern. Und festgestellt, dass ich einiges schon wieder vergessen habe. Noch rund sechs Wochen bis zum Examen. Und ich habe das blöde Gefühl, dass es nicht reichen wird. Obwohl mein Kopf mir sagt, dass ich völlig entspannt sein sollte. Wenn das bloß erst vorbei ist.

Sonntag, 4. März 2018

Eine Mama eben

Ich war lange nicht körperlich so neben der Spur. Grippe und grippaler Infekt sind nicht zu verwechseln. Das wissen wir alle, nachdem es ja oft genug in den Zeitungen aufgegriffen wird. Mit etlichen Tipps zu Hausmittelchen, die helfen sollen. Nein, Grippe ist was anderes. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mir eine Influenza eingefangen habe, trotz Impfung (mein damaliger arbeitsmedizinischer Dienst hatte wohl die Sparversion, mit der nur drei der vier wichtigen Erreger verabreicht werden), und ich muss sagen: Noch einmal brauche ich das nicht.

Schnupfen, Husten, Heiserkeit haben sich nicht großartig von dem unterschieden, was man von einem (ausgeprägten) grippalen Infekt kennt. Fieber: Ging gleich heftig los und blieb auch konstant über zwei Tage zwischen 38 und 39 Grad. Allerdings habe ich es nicht als so unangenehm empfunden wie sonst bei einem grippalen Infekt. Nur die Gliederschmerzen - unerträglich. Sowas! Es war wirklich nicht auszuhalten. Ob im Sitzen oder im Liegen: Am liebsten nicht bewegen. Und am liebsten ständig doch bewegen, denn die Schmerzen waren im Ruhezustand auch nicht erträglich.

Es war so heftig, dass mir bereits übel wurde. Ich hatte null Appetit. Fühlte mich dabei unterzuckert, fast schon zittrig. Wenn ich mich hinsetzte, musste ich das langsam tun, weil ich sonst gleich Sterne sah. Und das waren nicht die an meiner Schlafzimmerdecke. Mein Muskeltonus war in den Beinen total erhöht, es reichte, einmal die Decke über mein Knie zu ziehen, damit alle Muskeln in beiden Beinen verrücktspielten und sich zehn bis zwanzig Mal nacheinander rhythmisch zusammenzogen. Kontrollieren kann ich das nicht. Hätte ich an einer Nähmaschine gesessen, hätte ich damit locker vier Strümpfe fertigstellen können. Einmal vom Bett in den Rollstuhl umsetzen brachte nicht nur Schüttelfrost, sondern ich war auch gleich außer Atem.

Nein, der Beitrag wird nicht vom Impfstoff-Hersteller für die Grippe-Impfung gesponsert. Mit denen habe ich sowieso noch ein Hühnchen zu rupfen. Bietet doch im nächsten Jahr einfach keine abgespeckte Impfung mehr an. Oder färbt den abgespeckten Kram schlumpfblau ein, damit jeder sofort erkennen kann, dass er eben nicht geschützt ist.

Ich könnte mich noch immer ohrfeigen, dass ich kaum Medikamente zu Hause hatte. Abschwellendes Nasenspray habe ich immer im Haus, aber jetzt hatte ich nicht mal genügend Schmerzmittel. Die letzten zwei Paracetamol hatte ich noch vor dem Fieber eingeworfen. Ich hätte so gerne was gegen die unerträglichen Gliederschmerzen, aber die ganzen haushaltsüblichen Mittel waren da ja eher kontraproduktiv. Hätte ich kein Medizinstudium absolviert, hätte ich vermutlich einfach ASS oder sowas eingeworfen. Das, was jetzt Sinn machen würde, bekomme ich nicht mal eben so in der Apotheke.

Ich versuchte zu schlafen. Alle drei Atemzüge quälte mich der Reizhusten. Plötzlich klingelte es an der Tür. Vermutlich irgendein Nachbar. Oder ein Paketbote. Oder Werbung. Leute, leckt mich. Ich bin krank und bleibe im Bett. Es klingelte noch mal. Ich könnte jetzt ja auch mein Handy gucken und dort sehen, wer vor der Tür steht. Dazu müsste ich mich aber bewegen. Und das tut weh. Es klingelte ein drittes Mal. Dazu klopfte jemand. Eher zärtlich. Mein Handy empfing irgendwelche Nachrichten. Dauerfeuer. Sollte ich doch mal gucken? Wie spät war es eigentlich?

Es war Maries Mama. Ich hatte mit Marie telefoniert und ... mich eigentlich mit Marie zu einem weiteren Telefonat morgen verabredet. "Bin unterwegs zur Tür", schrieb ich ihr zurück. Könnte ja einen Moment dauern.

Den Reizhusten stellte Maries Mama als erstes ab, nachdem sie auf meine Lunge gehorcht hatte. 20 mg Codein und es war, als würde jemand in einer Disko den Lautstärkeregler runterdrehen. Es dauerte keine fünf Minuten, da war der Reizhusten abgeschaltet. Ich legte mich wieder ins Bett, der hohe Muskeltonus ging zurück, ich konnte dabei zugucken. Und die Schmerzen hörten auf. Keine drei Minuten später war ich eingeschlafen.

Gegen ein Uhr wachte ich auf. Es dauerte etwas, bis ich realisierte, was passiert war. Ich wollte aus dem Bett zum Klo. Ich war noch immer wie gerädert und die Schmerzen waren wieder da. Maries Mama saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und hackte irgendwas in ihr Laptop. Der Fernseher lief nebenbei. "Du bist ja noch da. Ich bin einfach so eingeschlafen. Ohne mich zu bedanken." - "Das war das einzige, was ich jetzt nicht hören wollte. Was machen die Schmerzen?"

"Sind wieder da. Und genauso unerträglich wie vorhin." - "Das wirkt ja auch nur drei bis sechs Stunden. Was macht der Husten?" - "Der ist erstmal weg." - "Ich würde da jetzt trotzdem nochmal 20 mg Codein drauf geben, damit die Schmerzen aufhören und du schlafen kannst. Ich gucke gleich mal, wie du schläfst, und dann fahre ich irgendwann zurück und ziehe die Tür einfach hinter mir zu. Ich lasse dir das Codein da, falls das um 5 oder 6 wieder unerträglich wird, kannst du noch einmal was nehmen. Tagsüber nicht. Weißt du ja."

Wusste ich. Sie ist ein Engel. Am heutigen Morgen waren die Schmerzen nicht mehr so stark wie in der Nacht. Aber noch deutlich spürbar und vor allem auch noch so stark, dass ich nicht lange in einer Position liegen konnte. Das Fieber war auf 37,6 Grad zurückgegangen. Ich entschied mich gegen eine weitere Codein-Tablette. Und schlief tatsächlich noch einmal ein. Um 9 Uhr war das Fieber komplett runter.

Maries Mutter hatte mir sowohl Paracetamol als auch Tramadol vor Ort gelassen. Mit einem Zettel dran: "Du bist für eine Medizinerin sehr schlecht ausgestattet." - Dann konnte die Party ja beginnen. Das Tramadol habe ich erstmal in eine Geldkassette geschlossen, nicht, dass irgendein Besuch mit Kindern auf die Idee kommt, die mal auszuprobieren. Oder ich im Halbschlaf zum falschen Blister greife.

Inzwischen ist der Husten, der ja nur Reizhusten war, komplett weg. Der Schnupfen ist eher wenig bis mäßig, die Nase auch ohne Nasenspray frei. Nur die Gliederschmerzen sind noch da. Wie gesagt, bis Ende dieser Woche werde ich davon wohl noch etwas haben.

Und im Kühlschrank steht Gurkensalat. Und zwei kleine Portionen Nudelauflauf. Und Joghurt. Und sie hat die ganzen Handtücher aus dem Trockner gefaltet und weggeräumt. Und den Geschirrspüler eingeräumt und angestellt. Eine Mama eben.

Samstag, 3. März 2018

Frau Pingpong und Frau Klum

Sieben Monate ist es her, dass ich das letzte Mal mit einem grippalen Infekt im Bett lag. Wenn man von einer leichten Impfreaktion absieht, die ich nach meiner Grippe-Impfung hatte, war ich über ein halbes Jahr durchgehend topfit. Was angesichts meines doch recht häufigen Kontakts zu kranken Menschen wohl eine kleine Sensation ist. Umso frustrierter bin ich gerade, dass ich mir tatsächlich (trotz Impfung) die echte Influenza eingefangen habe. Viermal darf man raten, welcher Stamm im Impfstoff gefehlt hat und warum. Ich könnte kotzen. Zum Glück ist sie online nicht übertragbar.

Soll ich mal ein wenig jammern? Ja?

Aua! Richtig aua.

Das Fieber ist eine Sache. Es ist nicht schön, aber für mich jetzt auch nicht so schlimm. Es ist halt da, ich fühle mich matschig, überwärmt und antriebslos. Unproduktiver Husten ist nervig, aber dennoch auszuhalten. Über meinen Schnupfen freut sich die Taschentuchindustrie. Aber die Gliederschmerzen... Leute, war das eine Nacht! Ich wusste nicht, wie ich liegen oder sitzen sollte. Ich habe mich gefühlt alle dreißig Sekunden anders hingelegt, weil ich die Schmerzen nicht aushalten konnte. Ich bin sicherlich nicht zimperlich, aber das war heftig. Und dann nur kurzwirksames Paracetamol im Haus. Was gleichzeitig Fieber senkt. Nicht gut.

Inzwischen hänge ich jetzt den vierten Tag damit herum. Bis zum nächsten Wochenende wird mich das wohl noch beschäftigen. Und entsprechend verlängert sich auch mein Praktisches Jahr noch in den April hinein. Obwohl ich die Zeit eigentlich zum Lernen nutzen wollte.

Lernen. Einerseits fühle ich mich sehr sicher, andererseits liegen hier noch hunderte Karteikarten, die ich noch nicht aussortieren konnte. Oftmals sind es Besonderheiten. Aktuelles Beispiel von vorhin: Statine. Cholesterinsenkende Medikamente. Cerivastatin (Lipobay, ist vom Markt), Lovastatin (ist auch vom Markt, muss man aber ebenso kennen), Simvastatin, Atorvastatin, Pitavastatin, Pravastatin, Fluvastatin, Rosuvastatin und so weiter. Dazu muss man wissen, wie die verstoffwechselt werden, wie sie sich zusammensetzen und wo die häufigsten Probleme sind. Und mittendrin liegt die Karte vom Pentostatin. Und nein, das ist jetzt mal kein Cholesterin-Senker. Das ist ein Krebsmedikament, das gezielt eine DNA-Schädigung hervorruft und damit als letztes Mittel bei einer bestimmten Form der Leukämie eingesetzt wird.

Okay, das wird man im Alltag nicht verwechseln. Und schon gar nicht aus Versehen mal eben so verordnen. Aber es ist examensrelevant. Also: Hopphopp, rin in Kopp! Langsam ist da echt kein Platz mehr.

Apropos verwechseln: An meinem "Arbeitsplatz" holen sich täglich ganz viele Leute eine Infusion ab, die ärztlich überwacht werden muss. Eine Patientin heißt Bärbel Meier. Natürlich nicht wirklich, aber es ist ein anderer, häufig vorkommender Name. Eine andere heißt Beatrice Pingpong. Natürlich auch nicht wirklich, aber der Nachname ist so, dass es einigermaßen albern klingt und man sich für einen Moment fragt, ob man das jetzt wirklich so aufrufen soll oder ob es vielleicht ein ausländischer Name ist, der vielleicht ganz anders ausgesprochen oder betont wird. Oder so.

Letzte Woche, es ist alles vorbereitet, und ich schließe Beatrice Pingpong an die Infusion für Bärbel Meier an. Wobei Bärbel Meier eine etwa drei Mal so starke Dosis bekommt wie Beatrice Pingpong. Die Mitarbeiterin hat das vorbereitet, war neu, ich frage die Patientin auch noch: "Bärbel Meier?" - Sie sagt: "Ja, das ist richtig."

Und während ich anfange, das zu dokumentieren, in der Akte von Bärbel Meier, weiß ich die ganze Zeit, dass was falsch ist. Nicht vom Kopf, denn ich habe mich ja mehrmals vergewissert, sondern vom Bauch. Ich gucke auf das Geburtsdatum und denke so: "Das kann nie und nimmer stimmen." - Scheiße. Ich rolle zur Patientin, stoppe sofort die Infusion. Sie liest gerade eine Zeitung, schaut mich fragend an. "Heute nur ein Drittel?" - "Frau Meier, wie heißen Sie mit Vornamen?" - "Beatrice. Warum?" - "Ich möchte mich einmal vergewissern, dass ich die richtige Akte vorliegen habe." - "Falls Sie mich nicht finden, bei Ihnen im Schrank, müssen Sie sonst unter 'Pingpong' suchen. Den Namen hatte ich bis vor meiner Scheidung."

Ja geil. Ich rolle zurück zum Schreibtisch, mit zitternden Fingern den Professor angepiept, der ruft binnen zehn Sekunden zurück. "Können Sie mal bitte schnell kommen? Ich hab hier Scheiße gebaut."

Erstmal die Akte von der Frau Pingpong aus der Schublade holen. Sie hätte ein Drittel bekommen müssen. Mit Glück habe ich das wohl gerade noch rechtzeitig gestoppt. Der Professor kommt um die Ecke. "Was ist passiert?" - "Frau Pingpong heißt seit gestern auch Meier und hat die Infusion von einer anderen Meier dranhängen." - "Sofort stoppen. Wo ist sie?" - "Ist schon gestoppt. Sie liegt dahinten." - "Wieviel hat sie davon bekommen?" - "Ein Drittel. Aber hochdosiert." - "Das ist nicht so schlimm. Nur schade um das, was wir jetzt wegwerfen. Kann passieren. Sie haben es ja noch rechtzeitig gemerkt. Immer noch mal fragen, wen man vor sich hat, selbst wenn man sich sicher ist." - "Hab ich ja gemacht. Ich habe gefragt, ob Sie Bärbel Meier ist, bevor ich die Infusion für Bärbel Meier angeschlossen habe."

Der Professor guckte mich ungläubig an. Sekunden lang. Ich guckte ihm entschlossen in die Augen. "Ich geh da jetzt hin und scheiß sie zusammen", sagte er und dachte wohl, ich würde zurückrudern. Stattdessen sagte ich: "Ich komme gerne mit."

Der Professor ging auf die Patientin zu, die ausgestreckte Hand voraus: "Wir müssen kurz reden. Hier ist gerade was durcheinander geraten. Sie haben jetzt einen anderen Nachnamen?" - "Jo." - "Und auch einen anderen Vornamen?" - "Nö." - "Weil die Kollegin sagt, sie hätte Sie vorhin mit Bärbel Meier angesprochen." - "Jo. Bärbel ist doch auch ein schöner Vorname. Fast so schön wie Beatrice." - War die Frau wirklich so blöde? Oder noch blöder? Das hätte zweifellos dramatisch enden können. Für sie und für mich. Ich stand da mit offenem Mund und machte vermutlich ein Gesicht wie eine Kuh, wenn es donnert. Am liebsten hätte ich ihr eine Schelle verpasst, aber ich drehte mich stattdessen um und rollte ins Dienstzimmer zurück.

Ein paar Minuten später kam der Professor wieder dazu. "Machen Sie sich keinen Kopf. Das wäre mir genauso passiert. Sprechen Sie bitte kurz mit der Kollegin, die das bereitgestellt hat. Und künftig bitte auch das Geburtsdatum abgleichen." - Ich nickte, während er raus ging. Und Sekunden später nochmal reinkam: "Und gut, dass Sie mich sofort gerufen haben."

Beim nächsten Patienten, ein Frühpensionär Anfang 60: "Herr Schulz, wann sind Sie geboren?" - "Oha. Das ist schon so lange her, das weiß ich gar nicht mehr genau. Gab es einen Unfall, oder warum fragen Sie das neuerdings?" - "Beinahe. Jemand wusste nicht, wie er heißt." - "Ist nicht wahr. Und hat einen falschen Namen gesagt?" - "Ja." - "Nein. Das ist doch Comedy." - "Nein, Stationsalltag." - "Ach, das ist doch genauso doof als wenn ich mich im Bus auf den Klappsitz hocke und zu kacken anfange, weil ich denke, ich bin zu Hause auf dem Klo!" - Auf der Liege daneben bricht jemand in Gelächter aus. "Ist doch wahr! Wo sind wir denn?! Wenn Sie mich jetzt mit 'Martin Schulz' ansprechen, dann fühl ich mich doch nicht geehrt, sondern rufe 'Stop!' Ich will doch nicht dem seine Medizin in meinen Adern haben. Wenn Sie mich mit 'Heidi Klum' ansprechen würden, dann würde ich vielleicht einen Moment überlegen."

Zwei Tage später liegt er wieder vor mir. "Frau Klum? Ihr Geburtsdatum bitte?" - Der Nachbar guckt sparsam, Herr Schulz schlägt sich auf die Oberschenkel und bricht in tosendes Gelächter aus. "Mädel, mit dir haben sie hier echt ein Goldstück an Bord."