Samstag, 13. Januar 2018

Auch nix Paket

Ich versuche ja noch immer, meinen Artikel für 202 Euro zu bekommen. Im ersten Anlauf ist es ja gescheitert, und nachdem ich denen geschrieben habe, sie mögen meine Kohle umgehend zurückerstatten, da ich nicht für deren Versandunternehmen verantwortlich zu machen bin, bekam ich eine weitere Mail, dass das Paket laut Unterschrift der Nachbarin einwandfrei übergeben wurde. Wer anschließend das Paket geöffnet und die Ware zerstört habe, sei nicht mehr nachvollziehbar.

Da mit das zu doof ist und sich mein Anwalt immer über leicht verdientes Geld freut, hat er es nun an der Backe. Gemäß Sendungsverlauf wurde das Paket beschädigt und neu verpackt, und zwar bereits vor der ersten dokumentierten Zustellung (an meine Nachbarin, die beiden an mich, wo ich beim zweiten Mal "Annahme verweigert" draufgeschrieben habe, sind nicht dokumentiert - bei dem zweiten Mal ist er anscheinend direkt von mir zur Nachbarin gelaufen, obwohl ich fünf Minuten vorher gesagt habe, dass das Paket zurück geht).

Mein Anwalt hat gesagt, er fackelt nicht lange. Nachdem ich es ja im Guten versucht habe, hat er ohne weiteres Gelaber einen Mahnbescheid beantragt. Forderung aus unerlaubter Handlung. Drei juristische Sätze dazu. Seine Vergütung oben drauf. Nun bin ich mal gespannt.

Inzwischen habe ich denselben Artikel bei einem anderen Versandhändler bestellt. Für einen teureren Preis - dafür liefert er auch mit einem anderen Paketdienst. Angeblich habe ich die Ware inzwischen auch erhalten - zumindest laut Sendungsauskunft. Leider steht nicht dabei, wo sie wirklich geblieben ist. Wenn man das wissen möchte, muss man sich einloggen. Und dafür einem Vertragswerk zustimmen, das aus mehreren Unterverträgen besteht, mindestens 30 kleingedruckte Seiten hat und teilweise auf Englisch formuliert ist. Muss ich nun zum Erhalt meines Pakets erstmal eine internationale Anwaltskanzlei einschalten, die mir ein Rechtsgutachten erstellt, mit welchen Folgen es verbunden ist, wenn ich da einen Haken setze?

Der Absender sagte mir gestern, dass Frau Kahl diese Sendung für mich angenommen hat. Wer oder wo Frau Kahl allerdings ist, weiß wohl nur der Mitarbeiter des Paketdienstes. Und bis der sich dazu äußert, heißt es eben: Auch nix Paket.

Kommentare :

Anonym hat gesagt…

Leider gibt es nicht einen Anbieter der alles richtig macht, das ist regional sehr gestreut. Südlich von Kassel habe ich Probleme mit DPD und GLS, Hermes ist mittel (um 23:00 erschreckt man sich schon mal wenn es klingelt) und DP/DHL funktioniert anstandslos.
Ein Arbeitskollege von mir der Nahe Göttingen wohnt hat wiederrum Probleme mit DHL und Hermes, DPD wiederum ist wohl gut.

"Einfach" mal alle ausprobieren, auch wenn es etwas dauert und Kostet. Bei DHL, DPD und Hermes kann man sich die Pakete an die Filiale/Depot/Paketshop liefern lassen kann und dort abholen, dann gibt es auch keine Probleme mit den Nachbarn...

Anonym hat gesagt…

Ich hab das mit den Paketdiensten vor Weihnachten erfahren müssen :( Ich hab für meinen Bruder was bestellt und es sollte an meine Eltern geliefert werden - laut Sendungsverfolgung kam es dort auch und ich hab mir keine großen Gedanken gemacht. Beim Besuchen meiner Eltern wurde ich dann von ihnen gefragt, ob das Paket bereits losgeschickt worden sei, denn bisher wäre noch nichts angekommen.

Also Sendungsverfolgung genauer angeschaut und festgestellt, dass das Paket bei "Bader" abgegeben worden war. Nachbarschaft abgeklappert, aber keine Familie "Bader". Also beim Paketdienst (in dem Fall DPD) angerufen, wo es dann hieß, dass man nicht mehr nachverfolgen könnte welcher Fahrer das war und ich mich an den Versender wenden sollte. In meinem Fall war der sehr kulant und meinte, dass er es mir kostenlos nochmal schicken kann, es war ein Warenwert von ca. 80€, und dann einen anderen Versender nimmt. Am nächsten Tag meldet sich meine Mutter, dass das Ursprungspaket aufgetaucht ist und zwar an einem Vorsprung über der Haustür. Eine Bekannte hatte es mehrfach im vorbeifahren gesehen, sich irgendwann gewundert und dann meine Mutter informiert.

Meine Eltern und ich fragen uns bis heute wie man auf die Idee kommt da als Empfänger dann "Bader" zu schreiben und warum auch der übliche Infozettel nicht in den Briefkasten geworfen wurde.

Anonym hat gesagt…

Hallo, Jule,

Ich hatte dir ja zum letzten Artikel bereits einen Kommentar geschrieben.

Du hast hier vollkommen korrekt gehandelt.

Es bringt nichts sich als Empfänger mit dem Paketdienst herumzuschlagen. Das erlebe Ich auf der Arbeit den ganzen Tag. Der Empfänger hat mit dem Paketdienst keinen Vertrag sondern nur der Versender. Dieser muss sich bei Problemen an den Paketdienst werden und Reklamieren.

Wenn dieser sich stur stellt gibt es nur noch den rechtlichen Weg. Das muss Ich den Empfängern die jeden Tag bei mir in der Geschäftskunden-Hotline rauskommen immer und immer wieder erklären.

Viel Glück noch mit der Sache, halt uns auf dem laufenden!

Ein Stammleser.

Ruthy hat gesagt…

Diese Probleme mit den unterschiedlichsten Paketdiensten hab ich hier in Bayern schon im Abstand von 14km. Heißt: wenn ich zuhause mit DPD bestelle, kommen die Sachen nicht an oder es wird eine Paketkarte eingeworfen, obwohl ich zuhause bin. Im Büro besagte 14m weiter gibt es kein Problem.
Ich hab allerdings absolut keine Lust, an irgendeinen Paketshop schicken zu lassen. Es heißt ja wohl Versandhandel, und dann möchte ich das auch nach Hause geliefert bekommen. Sonst könnte ich ja gleich in einen Laden gehen undort einkaufen...

Olli hat gesagt…

So ärgerlich es ist, ich liebe es, wenn der Anwalt kurz und knapp den berechtigten Mandantenwillen verfolgt.
Drücke auf Fortsetzung gespannt die Daumen.